Everyday for future

Zuletzt aktualisiert: 15.11.2020 8:55

Liebe Jugendliche,

es ist euer Vorrecht und gleichzeitig die Notwendigkeit, dass ihr die (Um-)Welt, wie sie ist, in Frage stellt und ein Ideal von einer besseren, lebenswerteren Welt vor Augen habt!
Mit dieser Seite möchte ich uns allen helfen, dass wir die Umwelt jeden Tag ein bisschen mehr retten können. Der erste Tag von der Zukunft ist heute! Ihr könnt euch gerne beteiligen und mir Korrekturen, Informationen, Tipps und Tricks, Lifehacks usw. zukommen lassen unter corona[at]maxmichel[.]de.

Die Stadt München gibt unter https://coolcity.de praktische Tipps, wie sich im Alltag die Umwelt leicht schützen lässt. Schaut mal rein.

Info 1: Streamen? Der Weg ist das Ziel!

Aus dem Computer-Magazin des Bayerischen Rundfunks von 20.09.2020 (Bezug auf Umweltbundesamt-Studie):
Je nach Datenübertragungsweg gibt es erhebliche Unterschiede.
Das Streamen eines Films erzeugt 1,5 g CO2 pro Stunde (Datenrate: ca. 2 GB pro Stunde, also HD Qualität) im Rechenzentrum.

Der Weg zum Endgerät schlägt aber deutlich unterschiedlicher zu Buche:

Art der Datenübertragungzusätzlicher CO2 Ausstoß pro Stunde
Glasfaser0,5 g
Kupfer (VDSL)2 g
Mobilfunkt 3Gca. 90 g
Mobilfunk 4G (LTE)ca. 12 g
Mobilfunk 5Gca. 4 g

Fazit: Datenrate an Endgerät anpassen. Bei kleinen Displays mit geringerer Auflösung anschauen, der Qualitätsunterschied ist zu gering. In vielen Fällen merkt man den unterschied zwischen HD und UHD kaum, aber beim Streamen steigt der Datendurchsatz von 2 GB auf ca. 7 GB pro Stunde. Und letztlich: Filme am Besten zu Hause über WiFi ansehen.

Info 2: Gehört das schon „zum alten Eisen“?

Von der Theorie her klar: Ein Gerät möglichst lange nutzen, da bei der Produktion am Meisten CO2 ausgestoßen wird. Genaue Zahlen aus abslout zuverlässiger Quelle habe ich nicht, aber diese Website liefert welche:

„Der durchschnittliche Wert von 47kg CO2-Emissionen pro Lebenszyklus beinhaltet bereits die Emissionen aller Phasen des Lebenszyklus eines Smartphones. Von den 47 kg resultieren bspw. beim iPhone 4 etwa 57% aus der Produktion, 34% aus der Nutzung, 8% aus dem Transport und 1% aus dem Recycling.“ Anm.: Gewinnung der Rohstoffe wird nicht berücksichtigt!

Ob jetzt die Zahlen absolut stimmen und wie es bei neueren Modellen aussieht, kann ich nicht prüfen, aber von den ungefähren Werten klingen sie für mich plausibel.

Fazit: Ein sehr hoher Anteil des CO2 Fußabdruckes ansteht in der Produktion. Hier kann man ansetzen:
Muss es immer das neueste Modell sein? Ist ein Schaden noch zu reparieren? Muss alles einen Akku haben (Rohstoffgewinnung für die Akkumulatoren ist oft sehr fragwürdig).
Im Vorfeld: Gute Qualität kaufen und dadurch die Haltbarkeit und Lebensdauer vergrößern.
Wenn es ein neues Smartphone sein muss, gibt es auch faire Alternativen (lange Softwareupdates, leichtes Austauschen von Bauteilen usw.), bspw. das Fairphone.

Info 3: Hybridfahrzeuge und E-Autos mit „range-extender“

Tolle Idee: Kurze Strecken, wie der tägliche Weg zur Arbeit oder Schule werden rein elektrisch zurückgelegt, für größere Entfernungen springt der eingebaute Verbrennungsmotor an und sorgt für eine große Reichweite, indem er das Fahrzeug direkt antreibt (klassischer Hybrid) oder den Akkumulator lädt (range-extender).

Soviel zur Theorie. Damit das aber funktioniert, muss der Wagen geladen werden. Außerdem schleppen sie sowohl einen Verbrennungsmotor mit Tank, als auch Elektromotore mit Akkumulatoren IMMER mit sich herum. Bei Hybrid-Modellen kommt die ganze Schalt- und Antriebsmechanik mit hinzu. Das rächt sich im Verbrauch.

In der Süddeutschen Zeitung vom 28.09.2020 erschien ein Artikel über eine Studie vom International Council on Clean Transport (ICCT) in Zusammenarbeit mit Fraunhofer Institut für System- und Inovationsforschung (ISI). Bei dieser Studie wurde die Nutzung und der Verbrauch von Hybridfahrzeuge im Alltag untersucht. Ein Ergebnis: Ein privat angeschaffter Hybrid wird nur 3 von 4 mal geladen, obwohl es eigentlich nötig wäre, ein Dienstwagen nur in jedem zweiten Fall. Damit ist der Verbrauch im Schnitt doppelt so groß, wie von den Herstellern beworben.

Fazit (aus der Studie): Förderung von Hybridfahrzeugen an den tatsächlichen rein elektrischen Fahranteil koppeln.

Bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeuges gut überlegen, ob man eher Kurzstrecke oder Langstrecken fährt. Im ersten Fall sind die reinen Elektroautos sicher interessant, im zweiten hat man nach einer kürzlich erschienenen ADAC-Studie (leider habe ich das genaue Datum nicht parat 🙁 ) noch mit einem Benziner tendenziell einen kleineren CO2 Fußabdruck. In größeren Städten spart man sich im Normalfall viel Nerven und Zeit, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder gar das Rad umsteigt.

Info 4: Aus zweiter Hand

Etliche Eltern kennen das schon: Gute Kindersachen findet man auf den Flohmärkten, Mamikreisel, Second-Hand-Shops oder Ebay Kleinanzeigen. Spielsachen und Kleidung, die nicht lange halten, finden den Weg nicht dorthin, klar: Wer kauft schon gerne ein kaputtes Spielzeug oder eine kaputte Hose?
Dort zu kaufen hat aber auch noch einen Nachhaltigkeitsaspekt für die Umwelt: Die Spielsachen und Klamotten werden nicht nach kurzer Zeit entsorgt und neue produziert, was beides nur bedingt gut für die Umwelt ist. Zudem schafft man einen Anreiz, gute Produkte zu kaufen, wenn man sie nach eigenem Gebrauch wieder weiterverkaufen kann.
Ein Pluspunkt für den Flohmarkt ist: Es ist quasi ein Supermarkt, da viele Waren angeboten werden.

Fazit: Beim Schlendern über den Flohmarkt kann man nicht nur schöne Zeit im Freien verbringen, sondern gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.

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